What a year!

Posted by on Nov 12, 2016 in Neuigkeiten

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WHAT A YEAR!

Leute! Eine Menge ist passiert in 2016. Es gibt viel zu berichten.

WIR SIND DIE FLUT ist dieses Jahr auf eine für uns beeindruckende Festivalreise durch die Republik und Teile der Welt gegangen. Wir haben den Film mehr als 4000 Zuschauern auf diese Weise gezeigt und waren völlig begeistert von der postiven Resonanz, die uns über Stadt und Land entgegengebracht wurde. In zahlreichen Publikumsgesprächen haben wir Fragen beantwortet von “Was soll das alles?” bis hin zu “Kannst du den Film mal kurz erklären?”, für uns eine erhebende, motivierende und weiterführende Erfahrung. Höhepunkt unserer Reise war die Vorpremiere im Städtchen Erkelenz, das ganz in der Nähe des mittlerweile fast komplett abgerissenen Drehortes Immerath liegt und somit einige der ehemaligen Bewohner in unseren Film geführt hat. Mit eigener, großer Nervosität wurde die Vorstellung gestartet, in Unwissenheit, wie der Film gerade bei den selbst von der Umsiedlung betroffenen Familien ankommen würde. Umso bereichernder die umfassend positive Rückmeldung, die uns von den Besuchern vor Ort zurückgespielt wurde – Mission erfolgreich, könnte man sagen.

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Edgar, Sebastian und Johannes bei Knut Elstermann. Filmgespräch in Schwerin.

 

Im November dann die große Kinopremiere. Nach zahlreichen Terminen in ganz Deutschland startete der Film am 10. November (also vorgestern) zunächst in fünf, später in mehr als 25 Kinos und versucht sein Publikum davon zu überzeugen, dass sich Anspruch und Genre nicht ausschließen müssen und dass es immer noch lohnend sein kann, den Kinosessel gegen die heimeliche, gemütliche Couch zu tauschen. Begleitet wurde unser Release von einer Welle überasschend positiver Kritiken, eben auch in den großen Publikationen wie Spiegel Online oder der Süddeutschen Zeitung, die dem bescheidenen Filmemachern glatt die Verlegenheit ins Gesicht trieben.

Auch noch die Nominierungen. First Steps, Studio Hamburg Nachwuchspreis, diverse Wettbewerbe bei verschiedenen Festivals “bester Film“, “beste Kamera“, “Produktionspreis” und vieles mehr, teils mit durchaus kreativen Einfällen für die Bezeichnung der Preise. Eine kaum zu zählende Flut an Nominierungen erfreute das geschundene Herz diverser WIR SIND DIE FLUT-Kollaborateure. Zwar gingen am Ende alle und jeder einzelne leer aus und führte das gesenkte Haupt durch den Hinterausgang über den roten Teppich; und doch natürlich am Ende des Tages ein riesen-Hit. Denn niemand hätte noch vor einem Jahr gedacht, dass man allein mit den Nominierungen dieses kruden und zwischen allen Stühlen stehenden Films eine (zugegeben kleine) Wand würde tapezieren können! Stolz, Stolz, Stolz. Auf alles und alle, die mit uns diesen Weg gegangen sind!

Die große Preisverleihung bei First Steps. Sebastian und Simon applaudieren für irgendwas. Wahrscheinlich für die Eröffnung des Buffets.

Die große Preisverleihung bei First Steps. Sebastian und Simon applaudieren für irgendwas. Wahrscheinlich für die Eröffnung des Buffets.

 

Aber damit ist 2016 erst zur Hälfte erzählt, denn es gab da ja noch diesen anderen Film, von dem leider noch niemand so genau weiß, wie er denn heißen soll. “Familie ist kein Wunschkonzert”, “Familie ist kein Ponyhof”, “Ponyhof”, “Film ohne Namen”, “Endstation Ponyhof”, “Meine Schwestern, die Pissnelken” oder einfach nur “Familie ist…”? Wer weiß es schon? Fakt ist aber, dass drei Schwestern zur Silberhochzeit ihrer Eltern fahren und dabei einen wilden Roadtrip erleben. Das ganze für die ARD Degeto, und für den Freitagabend 20:15h; Primetime-Alarm!

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Claudia, Gro Swantje und Karin umarmen den Regisseur. Als gute Schauspielerinnen gelingt es ihnen natürlich so zu tun, als würde das Spaß machen.

 

Das Buch haben Nadine und ich 2014 bei einem Wettbewerb der Degeto eingereicht – vom Preisgewinn, über einen Drehbuchauftrag bis hin zum finalen Zuschlag, auch die Regie des Films übernehmen zu können – ein Projekt das uns dann Ende auch schonwieder mehr als drei Jahre begleitet. Im August dann 22 Tage Frontalangriff; eine Reise durch die sommerliche Hitze auf den Achsen eines alt- und ausgedienten Feuerwehrwagens, “eines echten Flammenschrecks”, wie der Philosoph Rick an einer Stelle des Films über ihn fabuliert. Tolle neue Kollegen an meiner Seite, einen bezaubernden, magisch leuchtenden Cast und die ersten Erfahrungen in der echten Fernsehwelt. “Sebastian Hilger will die Fernsehwelt erobern” schrieb die Rheinzeitung letztes Jahr noch wenig bescheiden – erobert ist die Fernsehwelt Ende 2016 sie sicher nicht. Aber ab mitte August wird zumindest zurückgeschossen.

Dann neben Kunst im Kino und Fun im Fernsehen, wurden noch einige der guten, alten Auftragsarbeiten durchgeführt. Das Abikonzert, mittlerweile unser zehntes, wurde im März gedreht. Im Mai eine tolle Reihe für angehende Banker zum Thema “Business Knigge” mit Ludwigsburger Freunden und den Kollegen von PrüfungsTV in Stuttgart realisiert und dann wurden auch noch einige Teambuildings mit Willi Bonrath durchgeführt. Zum Abschluss sogar noch ein Vortrag als Referent für das Content Marketing Forum in der Essener Lichtburg; die wollten mal wissen, wie sich das mit der Dramaturgie im Film verhält. Macht Alles in Allem ein wahnsinnig spannendes, aufregendes und anstrengendes Jahr mit Null Langeweile, vielen neuen Freunden, Kollegen und Kontakten und dem dringenden Bedürfnis nach der eigenen gemütlichen Couch. Vielleicht dann im Dezember.

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Bei PrüfungsTV legen die Chefs noch selbst Hand an die Gardine. Vorbereitungen des Drehortes in Stuttgart. Pünktlich zum Dreh hatte dann auch Johannes die Hände aus den Taschen genommen.